Trauer hat kein richtig oder falsch - Ihren eigenen Weg finden
Mirjam Hertog
5/6/20261 min read


Es gibt Momente nach einem Verlust, in denen Worte einfach nicht mehr tragen. Vielleicht kennst du das: Gedanken sind da, Gefühle auch - aber sie lassen sich nicht greifen, nicht ausdrücken, nicht erklären. In meiner Trauerbegleitung begegne ich oft genau diesem Zustand. Menschen sagen dann: „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll.“ Und die Antwort ist: Du musst nichts sagen. Trauer zeigt sich nicht nur im Sprechen. Sie zeigt sich im Schweigen, im Atmen, im Dasein.
Warum Sprachlosigkeit Teil der Trauerbewältigung ist
Nach einem Abschied versucht dein Verstand oft, Ordnung zu schaffen. Doch Trauer ist kein klarer Gedanke - sie ist ein Gefühl, das sich verändert. Sprachlosigkeit ist kein Zeichen von Schwäche. Sie ist oft ein erster Ausdruck von Trauerbewältigung. In einem geschützten Raum darf genau das da sein:
• keine Antworten
• keine Erklärungen
• kein Druck
Trauerbegleitung: Raum für das, was nicht gesagt werden kann
In der Trauerbegleitung in Bocholt oder online geht es nicht darum, die richtigen Worte zu finden. Es geht darum, dass jemand da ist, der mit dir aushält, was gerade ist. Manchmal entsteht aus diesem Raum ganz leise etwas Neues: ein Gedanke, ein Gefühl - oder einfach ein bisschen Entlastung. Und manchmal bleibt es still. Auch das ist in Ordnung.
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